Mein Weg zum Buch

Anfang November 2014 setzte ich mich an meinen Laptop und fing an zu schreiben. Es gelang mir mehr schlecht als recht. Im Januar 2015 löschte ich alles wieder und fing neu an.

Alles kam wieder hoch, ich saß mitten in meinem Schicksal; mit Tränen in den Augen brachte ich zu Papier, was mir und meiner Tochter geschah. Plötzlich fiel es mir leicht, alles aufzuschreiben. So weh es tat, es tat gut, mich an alles zu erinnern und ich bemerkte, dass ich es inzwischen ertragen kann, dass ich es akzeptiert habe. Ich schrieb nun nicht mehr, um für mich einen Weg zu finden, ich schrieb, um Menschen mit einem ähnlichen Schicksal zu zeigen: Wie schwer es auch sein mag, es gibt immer einen Weg, damit fertig zu werden.

Im Mai 2015 hatte ich mein fertiges Manuskript auf meinem Laptop. Jetzt galt es, einen Verlag zu suchen. Diesen fand ich auch, gleich mehrere hätten es gerne in ihr Programm aufgenommen, doch bei jedem musste ich selbst einen finanziellen Beitrag leisten. Ich wurde auf Crowdfunding aufmerksam gemacht, dieser Gedanke gefiel mir, denn ich wollte die Einnahmen aus meinem Buch sowieso spenden. Wieso sollte ich nicht auch Spenden nehmen, um mein Buch zu produzieren? Dies tat ich dann auch. Vielen Dank, ihr habt mir es ermöglicht, mit euren Spenden. Ich habe mein Manuskript ausgewählten Personen gegeben und das Feedback, welches ich erhalten habe, hat mich auf meinem Weg bestärkt.

In der Zeit, in der ich warten musste, bis ich den nötigen Betrag zusammen hatte, habe ich mich für den R. G. Fischer Verlag entschieden. Im September habe ich die Rechnung beglichen und sie begannen mit ihrer Arbeit. Im November 2015 reiste ich mit meinem Mann nach Frankfurt und wir besuchten den R. G. Fischer Verlag. Das „Gut zum Druck“ habe ich am 10. November gegeben. Mein Buch ging endlich in Druck und mein Wunsch in Erfüllung!